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Mein spannendes Leben

Das einsame Häschen...

Da sitz ich nun, ich Strohwitwe, und starre melancholisch in den sonnigen Tag.

Stephan hat sich gestern für 3 Monate verabschiedet, Steffi ist übers Wochenende nach München gefahren, und ich hock hier ganz alleine in unserer großen, jetzt einsam, kalt, abweisend und verlassen wirkenden, leer hallenden Wohnung herum. Und langweile mich. Weil ich nix zu tun hab. Und nix passiert. Nichtmal etwas so banales, dass ich nen Blogeintrag drüber schreiben könnte. ICH ARMES, VERLASSENES, UNUNTERHALTENES DING, ICH!!!

Und nicht mal die Silke ist daheim um mir wenigstens am Telefon einen ans Ohr zu labern. Und die Simone telefoniert lieber mit wem anders. Auf jeden Fall ist besetzt. Und der Christian ist in der Uni. Und alle anderen sind SOOOOOOOOOOOOO weit weg. *schluchz*

EIN AUFRUF AN DIE AUSSENWELT:

 

BITTE UNTERHALTET MICH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 

 

Ok, ich könnte den Boden unserer Wohnung putzen. Da kann man nämlich seit der Party am Mittwoch keinen Schritt mehr tun, ohne kleben zu bleiben.

Oder den Müll raustragen. Der stapelt sich schon bis an die Zimmerdecke (...fast) 

Oder ich könnte schonmal anfangen, was fürs Diplom zu lernen.

Aber mal im Ernst: Wer macht sowas schon, wenns ihm langweilig ist??? Da sitz ich doch lieber hier rum und suhle mich im Selbstmitleid.

 Und aktualisiere alle 2 Sekunden diese Seite, um zu sehen, ob mir IRGENDJEMAND IRGENDWAS geschrieben hat *WINK MIT DEM ZAUNPFAHL*

14.7.06 16:21


Die Einsamkeit einer Knoblauchesserin

Nachdem ich gestern ja so nett bekocht wurde, musste ich heute wohl die Konsequenzen dafür tragen: Wie gesagt, in dem Pesto war SEHR viel Knoblauch (50%!!!!)

Das Blöde an Knoblauch ist ja nun, dass man selbst garnicht so genau feststellen kann, ob er denn am folgenden Tag noch seine Spuren (bzw Duftwolken...) hinterlässt oder eben nicht. Es gibt also nur 2 Möglichkeiten: einfach ignorieren und das Problem denen überlassen, die keinen Knoblauch gegessen haben, oder aber: ca 2-3 Meter Abstand zu sämtlichen Gesprächspartnern halten. Was allerdings zur Vereinsamung führt und dazu, dass alle sich fragen, ob man jetzt endgültig bekloppt geworden ist. Ausserdem stellt sich bei Letzterem auch noch die Frage: Bin ich rücksichtsvoll oder einfach nur total paranoid (für die Psychologen unter euch: Habe ich gar eine körperdysmorphe Störung?)???

Ich kann euch sagen...besonders in vollen Hörsäälen (schreibt mal Sääle wirklich mit 2 ä??? Nee, ne? DANIEL???) besonders angenehm...

 Und das wirft ja gleich schon wieder die philosophische Frage auf, ob man anderen Menschen Bescheid sagen sollte, wenn an ihnen irgendwas komisch ist - Hosenstall offen, Rotz an der Backe, oder eben unangenehmer Geruch. Oder verschweigt man es lieber diskret und tut so als wär alles in Ordnung um den anderen nicht zu blamieren?

 Also ich glaube ich persönlich bin für Bescheid sagen. Ist zwar peinlich, aber dann kann der andere wenigstens was dagegen tun und muß nicht noch stundenlang unwissend mit seinem Makel durch die Gegend laufen und von tausenden anderen Leuten gesehen/gerochen werden. Oder tritt man demjenigen damit zu nahe und blamiert ihn???
Richtig problematisch wird das ganze ja erst, wenn derjenige sich des Vorhandenseins des betroffenen Objektes völlig bewusst ist - nur eben nicht seiner Peinlichkeit. Sprich: Seltsame Frisur, komisches Makeup, unvorteilhafte Klamotten. Hat man da als Freund nicht gar die Pflicht, den anderen vorsichtig darauf aufmerksam zu machen? Oder tritt man ihm damit zu nahe? Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten...

 Ein wirkliches Problem, findet ihr nicht auch? Darüber muss ich jetzt erstmal nachdenken... und danach Zaziki für die Party heute Abend machen. Mit viel Knoblauch. Damit mein Geruch von gestern nicht mehr so auffällt. Auf dass der morgige Tag wenigstens einer mit vielen Leidensgenossen wird!

 

 

P.S. Aufgrund vieler ungläubiger Nachfragen: Nee, ich hatte nicht wirklich Pumps an gestern. Aber "ihm vor lauter Entrüstung meine Schaumstoff-FlipFlops über den Kopf zu ziehen..." brachte die Sache irgendwie nicht so ganz auf den Punkt. Kleine stilistische  Tatsachenveränderung, verzeiht es mir...

 

12.7.06 15:45


A life less ordinary

... ja, das zu haben, wäre schön. Is aber nicht so. Und deswegen sitze ich nun hier, ich alte Bloggerin. Und weiß nicht so recht, was ich schreiben soll. Ich meine, wen interessiert es schon, was ich heute so gemacht habe? Niemanden, nehm ich mal an. Ich erzähls mangels einer Alternative trotzdem.

Nachdem mir gestern - natürlich als ich mal wieder viiiiieeel zu spät für die Uni dran war - einfach mal so der Schlüssel im Fahrradschloss abbrach und später sämtliche Versuche, das Ding irgendwie auf zu kriegen vergeblich waren, bin ich heute erstmal zu Karstadt in den Fahrradladen um mir das aufbrechen zu lassen. Der freundliche, junge, nicht allzu schlecht aussehende Mann im Service war mir auch sofort behilflich und hatte im Handumdrehen mit seiner Flex mein Schloss aufgebrochen.  Ich bemerkte daraufhin so voll kommunikativ dass mir dieses Werkzeug wohl gefehlt hätte daheim. Er lächelt ganz nett zurück und meint: "Ja, sowas haben wohl die wenigsten Frauen. In der Küche braucht man so ne Flex ja nicht so oft..."
In meinem Kopf schrillte natürlich gleichmal der Emanzenalarm los. Ich meine, wie kann ein junger Mann heutzutage sowas noch in aller Ernsthaftigkeit behaupten? Ich meine, er meinte es ja nichtmal scherzhaft oder so... Naja, ich hab kurz überlegt, ob ich ihm den Absatz meiner Pumps über die Birne ziehen soll, hab mich dann aber doch für ein diplomatisches Lächeln und den Rückzug entschieden.

Anschliessend noch kurz im neuen Second-Hand-Shop um die Ecke vorbei und ein paar coole Schuhe abgestaubt, die mir heute natürlich im Laufe des Tages gleich ein paar Blasen verpasst haben... Aber so ist das nu mal wenn man als Frau Männerfüße hat.

Tja, dann ab an die Uni und bei einem äußerst spannenden psychologischen Experiment zur Wahrnehmung von Tierbildern oder so mitgemacht. Dazu nen tollen Eyetracker auf dem Kopf gehabt - so ein klasse Helm, der kleine Kameras integriert hat, die die Augenbewegungen verfolgen - was natürlich gleich mal dazu geführt hat, dass meine Haare danach ganz schick an meinem Kopf festgeklebt sind und ich lauter Druckstellen im Gesicht hatte. Naja, egal, Uni ist kein Laufsteg. Für die Vorlesung war ich eh zu spät dran, hab deshalb lieber nochmal ein bisschen gearbeitet und Sozialkontakte gepflegt - auch wichtig, find ich. 

Anschliessend nach Hause und mit meinem Mitbewohner Stephan zum Einkaufen für eine tolle Torte für unsere Mitbewohnerin Steffi, die morgen Geburtstag hat. Als ich auf dem Rückweg an der Eisdiele vorbei bin, konnte ich natürlich nicht wiederstehen. Nur welche Sorte wenn alles toll aussieht??? Nachdem im Kokoseis halbe Bounty-Riegel steckten, hab ich mich mal dafür entschieden - obwohl ich eigentlich kein Kokoseis  mag. Stephan hat Zitrone genommen. Mein Lieblingseis. Als ich ihm das daraufhin sagte, meinte er ganz begeistert dass SEIN Lieblingseis ja Kokos sei, er aber nicht das gleiche nehmen wollte wie ich.

Tja, das Leben ist eine Schachtel Pralinen...

Wahnsinn, wie viel man über so einen ereignislosen Tag schreiben kann, fällt mir gerade ein.

Egal, weiter.

Danach also die Torte gebacken, die ich hoffentlich heute um Mitternacht noch zu mir nehmen darf. Zusammen mit nem Gläschen Sekt. Könnte nett werden...

Dann haben Steffi und Christian (Steffis Freund) gekocht - Spaghetti mit Gambas und Pasta Arabiata. Sehr lecker, sauscharf, und Pesto zur Hälfte aus Knoblauch. Also ICH würde morgen in der Uni nicht neben mir sitzen wollen...

Gambas verstoßen ja eigentlich völlig gegen meine sämtliichen vegetarisch orientierten Einstellungen. Aber ich glaube, so ne Gambe hat nicht viel Hirn, oder? Und im Panzer sicher auch keine Schmerzrezeptoren, hoffe ich mal. Oder? Tut das so nem Hummer eigentlich weh, wenn man ihn ins kochende Wasser schmeisst? Hm... ich glaube, dazu werde ich gleich mal im Internet recherchieren.

So, lange Rede, kurzer Sinn, das war mein Tag bis heute.

Spannend, oder?

Wär schon nicht schlecht, so ein life less ordinary... 

11.7.06 21:14


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